Gesprächsplanung
Kundeninterviews planen: Wen du fragst und was du wirklich lernen willst
Ein gutes Interview ist kein Verkaufsgespräch. Es hilft dir zu verstehen, wie eine konkrete Situation tatsächlich abläuft – auch wenn die Antwort nicht zu deiner Idee passt.
Lege vor jedem Interview eine Lernfrage fest, rekrutiere Menschen aus der konkreten Problemsituation und plane 30 bis 45 Minuten. Frage nach vergangenen Ereignissen, dokumentiere sinngemäß und trenne Beobachtung von eigener Interpretation.
Ein Gespräch, ein klares Lernziel
Wer gleichzeitig Zielgruppe, Problem, Preis, Funktionsumfang und Werbetext testen will, erhält meist oberflächliche Antworten. Entscheide vorab, welche Annahme nach dem Gespräch besser beurteilt werden soll.
- Welche Annahme prüfen wir?
- Welches Gegenbeispiel wäre wichtig?
- Welche Person hat die Situation wirklich erlebt?
- Welche Entscheidung folgt aus dem Gespräch?
Rekrutiere nach Erfahrung, nicht nach Sympathie
Bekannte können ein guter Start sein, wenn sie die Situation tatsächlich erlebt haben. Nähe allein ist aber kein Auswahlkriterium. Dokumentiere, warum eine Person zum angenommenen Segment passt.
Erkläre Zweck und Umgang mit Notizen. Sammle nur Daten, die du für die Auswertung wirklich brauchst.
Halte den Ablauf einfach
Beginne mit Kontext, gehe zu einem konkreten vergangenen Ereignis und frage anschließend nach Folgen, Alternativen und Entscheidung. Stelle deine Lösung erst am Ende vor – falls sie für das Lernziel überhaupt nötig ist.
- KontextRolle, Situation und Auslöser verstehen.
- EreignisDen letzten konkreten Fall Schritt für Schritt rekonstruieren.
- AlternativenHeutige Lösung, Aufwand und Grenzen erfassen.
- AbschlussOffene Punkte spiegeln und nächsten Lernschritt notieren.
Wenn du Gesprächsergebnisse tiefer auswerten möchtest, kann ein Gründercoach dabei helfen, Beobachtung und Interpretation auseinanderzuhalten – zum Beispiel über deingründercoach.de.
Quellen und Einordnung
Nachvollziehbar weiterarbeiten
Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Die konkrete Arbeitsmethode und Beispiele sind redaktionelle Einordnungen von Zielgruppenwerk.